Das ist die Sehnsucht, wohnen im Gewoge
Und keine Heimat haben in der Zeit.
Und das sind die Wünsche: leise Dialoge
Täglicher Stunden mit der Ewigkeit.
Rainer Maria Rilke


Es gab viele Zeiten in meinem Leben, wo ich nicht glücklich war, nicht unbeschwert, wo es dunkel war in mir und ich keinen Weg mehr gesehen habe, ja sogar Gleichgültigkeit und Langeweile dem Leben gegenüber empfunden habe... Erst später, als ich mich mehr mit meinem Leben und den Dingen hinter den Dingen auseinandergesetzt habe, mich meinen Selbstlügen und Schauspielereien gestellt habe, habe ich erkannt, dass Glück in Augenblicken besteht und sich jeden Augenblick ereignen kann, wenn ich meine Augen öffne, und es zulasse.

Lange Zeit habe ich in Dunkelheit gewohnt, doch ich habe mich für das Leben entschieden... ich habe entschieden, der Begrenztheit zu entwachsen. Ich habe das Recht, grenzenlos zu denken ...........durch den Nebel hindurch zur Sonne werden......zu einem leuchtenden Stern......mich im Grenzenlosen  verlieren...... Raum und Zeit verschwimmen...


Im Moment fühle ich eine tiefe innere Gewissheit, dass alles gut und notwendig ist, selbst das „schlechte“, weil das „gute“ ohne das „schlechte“ nicht existieren würde... 

Ich habe diese Gewissheit nicht, weil alles in meinem Leben so ist, wie ich es gern hätte, nicht weil ich alles habe, was ich mir wünsche, nicht weil ich ein allgemein positiv denkender Mensch wäre (ich habe eher einen melancholisch-verträumten Grundcharakter)... sondern weil alles, was ich spüre, erlebe und erfahre, Leben ist, vor dem ich größten Respekt habe. Wenn ich mir weh tue, spüre ich: ich lebe... wenn ich mich über etwas freue und am liebsten tanzen würde, spüre ich: ich lebe... wenn ich mein Gesicht zur Faust balle und am liebsten aufstampfen und schreien würde vor Empörung und innerem Groll, spüre ich, ich lebe... und was ist wohl schöner und vollkommener, was wäre erfüllender, als zu leben? ..............