Frühling

Gestern ging ich im Großen Garten spazieren und überall lockten mich Boten des Frühlings... tiefer und tiefer hinein, zwischen Hecken, Büschen und Bäumen schienen Stimmen zu flüstern, die Neubeginn, zarte Hoffnungen und den unbändigen Drang des Werdens preisten. Kurz ergab ich mich ihnen und fühlte mich hinweggerissen aus der Monotonie der Tage hinein in pulsierendes Leben. Doch dann stockte ich und schaute hinab auf die vergehenden Überreste einer Blaumeise. Ich glaube, ich blieb länger stehen und spürte diesen widerstreitenden Gefühlen nach. Und dann fiel mir eine Strophe eines Hesse-Gedichtes ein, das ich immer wieder still rezitierte, als ich meinen Weg nach Hause fortsetzte:

Spiel dein Spiel und wehr dich nicht,
Laß es still geschehen.
Laß vom Winde, der dich bricht,
Dich nach Hause wehen.

 

9.2.07 11:59

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