Frühling

Gestern ging ich im Großen Garten spazieren und überall lockten mich Boten des Frühlings... tiefer und tiefer hinein, zwischen Hecken, Büschen und Bäumen schienen Stimmen zu flüstern, die Neubeginn, zarte Hoffnungen und den unbändigen Drang des Werdens preisten. Kurz ergab ich mich ihnen und fühlte mich hinweggerissen aus der Monotonie der Tage hinein in pulsierendes Leben. Doch dann stockte ich und schaute hinab auf die vergehenden Überreste einer Blaumeise. Ich glaube, ich blieb länger stehen und spürte diesen widerstreitenden Gefühlen nach. Und dann fiel mir eine Strophe eines Hesse-Gedichtes ein, das ich immer wieder still rezitierte, als ich meinen Weg nach Hause fortsetzte:

Spiel dein Spiel und wehr dich nicht,
Laß es still geschehen.
Laß vom Winde, der dich bricht,
Dich nach Hause wehen.

 

1 Kommentar 9.2.07 11:59, kommentieren

Ein neues Jahr...

mit neuem Tatendrang? Neuen Vorsätzen?

Ich füge mich dem monotonen Herzschlag des Lebens und lebe meine Tage. Manchmal scheinen sie zwischen meinen Fingern zu zerrinnen, um immer wieder neu im Glas meiner Sanduhr ihren Lauf von vorn zu beginnen.

Meine Vorsätze sind nicht neu...

Auch nicht meine Tage... nur die Zahl, die ich hinter sie schreibe, wenn es mich ab und zu drängt, meinem Sein eine schriftliche Form zu geben.

4.1.07 23:20, kommentieren

Müde

Ich bin immerzu müde...

28.8.06 10:41, kommentieren

Werden und Vergehen

Das Leben ist eine eigenartige Sache... kaum versteht man ein wenig davon, entzieht es sich einem wieder.

Wie werde ich das Gehen akzeptieren können... wenn es doch so unerwartet kommt? Gestern noch glaubte ich, ich hätte Sorgen, doch heute weiß ich, dass ich morgen vielleicht wirklich traurig bin.

Im Moment halte ich inne... lasse das Geschehene auf mich wirken und ab und an ahne ich die Dinge hinter den Dingen...

1 Kommentar 25.8.06 00:40, kommentieren

Lethargisch

Im Moment bin ich einer seltsamen Freundin erlegen: der Lethargie. Die Tage vergehen ohne genaues Ziel und die Minuten zerrinnen zwischen meinen Fingern. In der Einsamkeit finde ich Heimat, der ich dennoch viel fliehen möchte. Die Menschen um mich herum sind mir oft fremd, wenngleich sie mir lieb geworden sind und den Hauch von Beständigkeit vermitteln. Aber auch ich selbst bin mir in immer wiederkehrenden Augenblicken eine Fremde, deren Rastlosigkeit mein Herz schneller pochen lässt. Bin ich eine Irre? Vielleicht sollte ich diese Möglichkeit in Betracht ziehen, ohne mich im Gefühl von Andersartigkeit wohlfühlen zu lernen.....

 

23.8.06 14:30, kommentieren

Trübe...

und dunkel ist es... ein Schatten liegt über der Stadt... oder sind es die Nebel selbst, die mich umhüllen? Ich kann nicht sehen... wo führt der Weg mich hin? Vorsichtig taste ich mich vorwärts, mein Blick geht oft zurück und die Bestimmung brennt in meiner Brust... und doch versündige ich mich gegen sie...tausche Wandel gegen Beständigkeit...

22.8.06 13:10, kommentieren

Neuanfang

Es ist spät und ich kann wiedereinmal nicht schlafen.

Die Tage quälen mich, nur selten finde ich Ruhe und kann meine Tränen strömen lassen. Werde ich den Neuanfang schaffen?

21.8.06 01:04, kommentieren